Sonntag, 25. Dezember 2011

Der Dezember

Kaum zu glauben aber war, mittlerweile ist es schon Dezember und das heißt es ist bald Weihnachten und dank meiner Familie kann ich sogar die Tage bis dahin zählen, weil sie mir einen Adventskalender geschickt haben.
Leider heißt Dezember aber auch, dass wir uns von Ines verabschieden mussten, deren erstes Jahr war nämlich rum und für ihre weiteren sechs Monate hatte sie sich entschieden in eine andere zu gehen, die leider in Conneticut wohnt und das bedeutet, dass sie uns verlassen muss. Ihr letztes Wochenende haben wir dann fast komplett zusammen verbracht. Freitag Abend waren wir bei Melina, weil sie sturmfrei hatte und wir haben lecker Pizza gemacht und bis spät in die Nacht geredet. Leider bin ich mal wieder krank geworden und habe den halben Tag im Bett gelegen und Medikamente geschluckt. Abends habe ich dann für Ines, Melina und mich gekocht und wir haben The Notebook geschaut. Susi ist nachdem sie fertig war, dann auch noch zu uns gestoßen. Danach wollten wir dann eigentlich in ein Café fahren, ich bin allerdings wegen meinem gesundheitlichen Zustand nicht mitgekommen. Wie ich später erfahren habe sind sie dann auch lieber zu Melina gefahren und haben Schokofondue gemacht. Ich bin dann schon um 10 Uhr ins Bett, weil wir Sonntag in DC brunchen wollten. Das war allerdings nicht irgendein Brunch, sondern ein Dragqueen-Brunch, heißt während wir aßen haben Dragqueens performt. Die „Damen“ waren allerdings fast alle schon keine Dragqueens mehr sondern Transverstiten, heißt sie hatten operierte Brüste. Das Essen war teilweise nicht so der Hammer aber die Show war echt lustig und mir hat es sehr gefallen. (Fotos werden noch folgen)
An Ines letztem Abend sind wir dann noch bei Susis und meiner Lieblingseisdiele Eis essen gegangen und haben geredet bis sie zu gemacht haben, dann mussten wir uns auch schon verabschieden.

Da meine Gastfamilie ja jüdisch ist, feier ich nicht nur Weihnachten sondern auch Channuka, welches dieses Jahr am 20. angefangen hat und bis zum 28. dauert und an jedem Tag bekommen, die Kinder ein Geschenk. Ich habe meiner Gastfamilie meine Geschenke schon am ersten Abend gegeben, da wir die Weihnachtsfeiertage in New Jersey bei Freunden verbringen und ich nicht die Geschenke auch noch mit nach NJ nehmen wollte. Sie haben sich alle sehr gefreut und auch ich habe schon ein Geschenk bekommen, nämlich einen Gutschein für Lush, denn ich sehr gut gebrauchen kann =)  Freitag war dann Familientag und ich habe mich sehr gefreut, dass ich ein Teil davon sein durfte. Wir sind morgens nach DC gefahren um uns das Naturkundemuseum anzusehen.   Ich hätte gerne noch mehr gesehen, aber leider ist es für Vierjährige nicht ganz so interessant wie für Erwachsene, aber wir waren im „Schmetterlingraum“ und konnten uns fliegende Schmetterlinge ansehen. Danach haben wir uns noch die Dinos angeschaut und ich habe meinen Artgenossen getroffen xD
Abends waren wir dann bei Julies Eltern zum Shabbatdinner und zur Channukahfeier. Nate hat gefühlte tausend Geschenke bekommen und ich hab auch was bekommen. Von meiner Gastfamilie hab ich die zweite Staffel Bones bekommen und von Julies Eltern sehr interssante Dinge oO““

Nun freue ich mich sehr Weihnachten bei den Bekannten in NJ zu verbringen und es geht auch für einen Tag wieder mal nach NYC, wo ich mich besonders drauf freue, da die Weihnachtsdeko noch hängen wird =)




So auf diesem Wege möchte ich Ines auch nochmal für die tolle und leider viel zu kurze Zeit bedanken. Ich habe die Zeit mit dir sehr genossen und ich bin echt sehr froh dich kennen gelernt zu haben. Ich danke dir für die vielen, lustigen Volleyballabende und ich werde dich dort sehr vergessen, aber ich kann dir ja immer hin noch erzählen, was unsere Lieblingsrussen mal wieder gemacht haben xD
Ich hoffe, wir werden auch zurück auf dem anderen Kontinent weiterhin Kontakt haben, denn ich zähle dich als eine sehr gute Freundin und du weißt ja: Ich habe dich zum Fressen gerne :P

Black Friday Weekend, Thanksgiving und mein Geburtstag

Ich kann gar nicht glauben, dass ich schon so lange weg bin und es sogar schon November war und somit mein Geburtstag. Der Tag an sich war nicht sehr spektakulär und auch sehr anstrengend, da Nate krank war und ich beide Kinder den ganzen Tag hatte. Glücklicherweise war der Abend dafür umso besser. Ich habe Kartoffelhackfleischauflauf  für meine Gastfamilie, Anne, Ines, Susi und mich gemacht (Ja, Schande auf mein Haupt, ich weiß Steffi :**) und einen Kartoffelauflauf für Jenny.  Ich hab mich sehr gefreut, dass meine Freunde gekommen sind und auch dass meine Gastfamilie mit dabei war. Geschenke gabs natürlich auch für mich, obwohl Anne, Susi und ich uns geeinigt haben, dass wir uns gegenseitig nichts schenken, weil unsere Geburtstag alle so dicht zusammen sind. Von den beiden hab ich aber im Endeffekt doch was bekommen. Von Anne ein Buch, was sie sich gekauft hatte, aber wohl nicht ganz das richtige für sie war und von Susi eine super leckere Oreo-Eistorte, die wir an dem Abend fast komplett vernichtet haben und auch so lecker war, dass einer der Hund auf dem Esszimmertisch gesprungen ist um auch was ab zu bekommen.
Danach haben die Mädels und ich uns auf den Weg zu einem kleinen Cafe gemacht, wo eine amerikanische Freundin von mir an dem Abend spielen wollte. Das Cafe war allerdings nicht so pralle und sie kam auch zu  spät, so dass wir uns dann lieber noch nen gemütlichen Abend bei mir gemacht habe.


Ich liebe euch :** und sorry Jenny, dass ich keins genommen hab, wo du mit drauf bist, aber da seh ich hochschwanger drauf aus :/



Am nächsten Tag ging das Fressen dann auch schon weiter, es war nämlich Thanksgiving und das wird in Amerika ganz groß gefeiert. Weil Davids Familie aus dem Süden kommt, gab es bei ihnen kein Thanksgivingdinner, sondern Lunch. Es gab Parmesan-Kartoffelpüree, Cranberrygelee, frittierten Truthahn, Krabben-Krebs-Füllung, Bohnen und einen Süßkartoffelauflauf. Der Truthahn und der Auflauf waren nicht so mein Fall, aber dafür war der Rest sehr lecker und sehr sättigend. Zum Nachtisch gabs dann auch noch Eis und Kekse.
Abends ging dann das große Fressen weiter bei Julies Familie. Da gabs eher ein  traditionelles Thanksgivingessen mit Kartoffelpüree, Truthahn, Bohnen, Maisbrotfüllung und Cranberrygelee. Das Essen war sehr gut und wir durften Reste mit heim nehmen, was ich sehr gut gefunden hab =)

Endlich wieder daheim, habe ich dann drauf gewartet, dass es Mitternacht wird und ich mit meinem Black Friday Shopping beginnen konnte.
Für alle die Black Friday nicht kennen eine kleine Erklärung: Black Friday ist der Tag nach Thanksgiving an dem so gut wie alles 30-70 % billiger ist als sonst und da ich sowohl eine neue Kamera als auch einen neuen iPod brauchte, dachte ich mir ich warte auf den Black Friday.

Ich war allerdings nicht so verrückt wie die Amis und hab mich vor irgendeinen Laden nachts gestellt um die besten Preise zu finden, sondern habe Onlineshopping betrieben ^^
 Im Endeffekt habe ich über zwei Stunden am PC gegessen um Preise zu vergleichen und mich zwischen verschiedenen Kameras zu entscheiden.  Natürlich hab ich nicht nur Sachen für mich bestellt, sondern auch Weihnachtsgeschenke für meine Lieben daheim und ich hoffe sie gefallen euch =)

Mit einer Woche Verspätung hab ich dann auch noch mein Geburtstagspäkchen aus Deutschland bekommen, wo ich mich sehr drüber gefreut habe =)


                                          Ausgepackt =)

Samstag wurden dann weiter geshoppt, da in vielen Läden und Outletcentern nicht nur am Black Friday Sale ist, sondern das ganze Wochenende.. Deshalb haben Ines und ich uns morgens auf den Weg gemacht um nach Leesburg ins Premiumoutlet zu fahren.
Die Einkaufstour war mehr als erfolgreich, so das wir zwischen durch zum Auto mussten um Tüten loszuwerden ^^ Nach ca. 5 Stunden shoppen waren wir dann auch müde, die Karten leer und die Hände voll. Auf dem Weg zum Auto habe ich dann allerdings einen großen Schock bekommen. Als mein Auto nämlich in Sicht war, sah ich, dass mein Beifahrerfenster offen war. Und ich bin schon langsam um das neben mir parkende Auto geschlichen mit der Erwartung auf einen Scherbenhaufen. Meine Erwartung hat sich glücklicherweise nicht erfüllt, aber Ines und ich waren sehr irritiert und wir haben versucht, herauszufinden was passiert ist, denn die Scheibe war noch vorhanden, sie fuhr allerdings nicht nach oben als wir den Knopf dafür drückten, nach mehrmaligem Rumprobieren und einem Anruf bei meinem Hostdad haben wir uns dann auf den Weg nach Hause gemacht, natürlich mit offenen Beifahrerfenster. Sorry nochmal dafür Ines :P

Daheim angekommen, haben mein Hostdad und sein Vater das Auto dann gleich unter die Lupe genommen und mein Fenster zu geklebt, sah echt sehr sexy aus xD  Es hat sich dann übrigens herausgestellt, dass das Fenster von so einem Pin gehalten wurde und der ist gebrochen und das Fenster ist einfach nach unten in die Tür gesackt. 
Da mein Hostdad nicht wollte dass ich so mit dem Auto fahre, hab ich dann mal wieder seinen Jetta bekommen. Den habe ich dann auch mal eben für drei Wochen fahren dürfen, weil natürlich nicht nur das Fenster kaputt war, sondern auch mal wieder was am Motor. Woraufhin meine Gasteltern beschlossen haben, dass sie sich wahrscheinlich eines neues Auto kaufen und ich dann das von meiner Hostmom bekommen würde.



Mittlerweile fahr ich wieder mit dem Jeep, Motor ist so weit repariert, Scheibe ist auch wieder da auch, wenn sie durch sehr viel Klebeband oben gehalten wird.


New York, New York!

Da ich nichts besseres zu tun hatte und nen anderes Au-Pair in unserer AP-Gruppe meinte, sie würde für einen Tag nach NYC fahren, hab ich mich ihr angeschlossen, vorallem weil es hieß die Restplätze im Bus würden nur nen paar Dollar kostet, weshalb ich keinen Platz gebucht hatte... Und wie immer passiert natürlich alles anders als geplant.
Wir wollten morgens mit einem der ersten Busse nach NYC fahren, damit wir genug Zeit haben um uns die Stadt anzuschauen. ( Von DC aus kann man mit dem Bus zu viele Städten in Amerika fahren, z.b. NYC, Boston, Philadelphia etc)
Das hieß für mich morgens um halb sieben aufzustehen um die erste Metro um 8 Uhr zur Union Station zu nehmen, wo ich dann auch das andere AP getroffen habe.  Von der Union Station aus haben wir uns dann auf dem Weg zum Busabfahrtsort gemacht, dort angekommen waren allerdings weder Menschen noch Busse zu sehen und wir waren ganz schön ratlos. Ich hab dann mit meinen tollen iPhone (:P) versucht auf die Internetseite des Busunternehmens zu kommen, die natürlich grade im Umbau war und wir keine Informationen abrufen konnten. Während wir ratlos rumstanden, sind wir dann noch einem Mädel begegnet, die mit den Bussen fahren wollte und erstmal genauso ratlos war wie wir. Sie ist dann allerdings auf die Idee gekommen, mal nen Polizisten zu fragen, der uns dann sagt, dass die Busse jetzt immer an der Union Station abfahren. Das hieß für uns den kompletten Weg zurück zur Union Station. Endlich an der Bushaltestelle angekommen, hieß es erstmal wie so oft in Amerika, in einer Schlange warten -.-
Als wir dann endlich in den Bus hätten einsteigen können wollte das Unternehmen auf einmal $30 von uns (Online gekaufte kosten zwischen $15-25). Haben uns dann lieber für eine andere Busgesellschaft entschieden und „nur“ $25 bezahlt.
Die Fahrt nach NYC war dann eher unspektakulär, ich hab gepennt, mit meinem Handy rumgespielt, mich ein bisschen mit meinem Sitznachbar unterhalten und in die Gegend rumgestarrt. Nach fast 5 Stunden Fahrt waren wir dann endlich in NYC angekommen und haben uns entschieden lieber direkt Tickets für die Rückfahrt zu kaufen, damit wir nicht über Nacht hier festsitzen. Und damit fingen die „Probleme“ an, das Mädel war nämlich nicht ganz einfach und wollte unbedingt mit dem spätestens Bus heimfahren, ich aber nicht.. Naja, ich hab dann nachgegeben und wir haben Ticket für den 21:30 Uhr gebucht.
Nachdem das geklärt war, konnten wir dann auch endlich mit der Sightseeingtour anfangen. Leider war sie mit meinem Ideen nicht wirklich einverstanden und ich hab mal wieder nachgegeben.

 Unser erstes Ziel war natürlich der Times Square, der wie immer sehr cool war. Besonders weil sie ein Nintendo Event hatten und überall Marios und Luigis rumgelaufen sind.

                               Das Nintendo-Spielfeld

                                          Times Square
                                          
 Nach einer kleinen Subwaytour durch New York haben wir uns Ground Zero angeschaut und die neuen World Trade Center. 
                                                Die neuen World Trade Center

Von da aus sind wir dann zum Hudson River gelaufen und haben sehr schöne Fotos vom Sonnenuntergang, der Skyline und der Freiheitsstatue gemacht. Wir hatten noch überlegt, ne Fahrt nach Ellis Island zu machen, aber das war uns dann doch zu teuer.

                                           Die Freiheitsstatue

                                       DJ Bobo Günther beobachtet den Sonnenuntergang
                                         
                                           Sonnenuntergang <3

 Da es dämmerte haben wir uns dann auch schon auf den Weg zur Brooklyn Bridge gemacht, da sie die so gerne bei Nacht sehen wollten. Endlich an der Brücke angekommen, war es dann auch schon dunkel und wir konnten sehr schöne Fotos von der Skyline machen. Leider war sie der Meinung sie müssen immer hinter mir laufen anstatt neben mir, so das ich natürlich nicht bemerke, dass sie stehen bleibt und sie mich dann nachher anblaffen kann, weil ich nicht stehen geblieben bin. In Brooklyn angekommen, mussten wir uns dann einen Platz suchen, wo sie noch mehr Fotos von der Brücke machen konnte (und ja ich glaub, sie war irgendwie von der Brücke besessen). 
                                             Die Brooklyn Bridge

                                                DJ Bobo Günther vor der Brooklyn Bridge



  Nach gefühlten tausend Fotos ihrerseits, haben wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Innenstadt gemacht, glücklicherweise mit der Subway. Wir haben dann nochmal über den Times Square, waren in diversen Souvenirläden und zum Schluss noch im Starbucks damit ich mir einen großen Tee kaufen konnte. Meine Stimme war nämlich wie das letzte Mal als ich in New York war kaum vorhanden und ich hab gehofft, dass der Tee mir hilft, ob er es getan hat, kann ich allerdings nicht wirklich sagen. Wir waren dann auch fast 1 ½ Stunden zu früh an der Bushaltestelle was bedeutet, dass wir auch ne Stunde früher hätten fahren können, anstatt ne Stunde in der Kälte zu stehen -.- Naja, nach einer so gut wie komplett verpennten Rückfahrt, durfte ich mich dann auch noch mit der letzten Metro auf dem Weg heim machen um dann zwei Stationen vor meiner Station noch in den Bus umsteigen zu dürfen, weil der Rest gesperrt war. Nach einem sehr sehr schlechten Flirtversuch eines sehr betrunkenen und hässlichen Kerl, war ich dann morgens um vier Uhr auch endlich wieder im Bett.
Alles in allen wars es also ein sehr durchwachsener Tag,  aber ich fand ihn trotzdem sehr gut, auch wenn ich New York nicht so toll finde wie der Rest der Welt :P